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Vertiefungsschwerpunkt Biomasse: Naturschutzstandards für Kurzumtriebsplantagen

Als Schwerpunktsetzung für den Bereich Biomasse wurde in dem laufenden Vorhaben festgelegt, dass die Notwendigkeiten für Naturschutzstandards für Kurzumtriebsplantagen tiefergehend im Rahmen von Akteursworkshops erörtert werden sollen. Als relativ neue Dauerkultur in der Kulturlandschaft bestehen bislang noch immer rechtliche Unsicherheiten über die Anforderungen an die Plantagen: Gilt die gute fachliche Praxis uneingeschränkt auch für KUPs oder müssen neue, weitergehende Mindestanforderungen aus Naturschutzsicht formuliert werden? Wie könnten naturschutzfachliche Mindestanforderungen gestaltet werden und wie müssten Anforderungen für einen "Naturschutz-Plus-Standard" formuliert werden?

Dazu wurden 2009 im Rahmen des Vorhabens zwei Workshops veranstaltet, in denen Akteure von Seiten der Land- und Forstwirtschaft sowie des Naturschutzes an einen runden Tisch geladen wurden, um diese Fragestellungen zu vertiefen. Die Ergebnisse sind in Protokollen festgehalten und sollen als Grundlage für weitergehende Diskussionen und perspektivisch auch für eventuelle Standardsetzungsprozesse dienen.

  

Hintergrund:

Im Jahr 2020 werden nach einem aktuellen Flächenszenario des Deutschen Biomasseforschungszentrums rund 1,2 Millionen Hektar der landwirtschaftlichen Nutzfläche für Kurzumtriebsplantagen (KUP) genutzt (DBFZ 2009).  Das dort produzierte Holz soll zum großen Teil in die energetische Verwertung fließen. KUP würden damit zwar den Nutzungsdruck vom Wald nehmen, unter Umständen jedoch die Nutzungskonkurrenz auf dem Acker verschärfen sowie möglicherweise auch Ziele des Naturschutzes  - je nach Standortwahl für die Plantagen und Ausgestaltung der Nutzungsform -  konterkarieren.
Grundsätzlich ist die Etablierung von extensiven Dauerkulturen auf bislang konventionell genutzten Ackerflächen aus Sicht des Naturschutzes zu begrüßen. Im Gegensatz zu vielen annuellen Kulturen können KUP sehr extensiv bewirtschaftet werden. Der Schlüssel für eine naturverträgliche Nutzung liegt allerdings darin, die Ausstattung des jeweiligen Lebensraums, das Arteninventar, die Gegebenheiten des Wasserangebots, die Erfordernisse des Bodenschutzes sowie das Potenzial der Landschaft für die Erholungssuche zu berücksichtigen.
Bei der Planung und Gestaltung von KUP sollte darauf geachtet werden, dass grundsätzlich die landschaftstypische Strukturvielfalt gewahrt bzw. mittels der KUP wiederhergestellt wird. Die Berücksichtigung verschiedener Altersklassen und eine gestaffelte Ernte können ebenso zur Erhöhung der Strukturvielfalt genutzt werden.
 

 

Dokumentation der Workshops

Naturschutzstandards für Kurzumtriebsplantagen. Naturschutz und Produktion im Dialog. (06. -08.05.2009 in der Internationalen Naturschutzakademie auf der Insel Vilm)

Ergebnisdokument

 

Nachfolgeworkshop „Naturschutzstandards für Kurzumtriebsplantagen“ (10.07.2009 in der Naturschutzakademie Niedersachsens in Camp Reinsehlen)

Ergebnisdokument KUP II

 

Workshop Konkretisierung des „Landschaftspflegebegriffs“ im Hinblick auf die Vergütung des Landschaftspflege-Bonus

Ergebnisdokument
 

Planerische Steuerung der Nutzung Erneuerbarer Energien

Am 09. und 10. Dezember 2010 wurde von der Bosch & Partner GmbH im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz ein Expertenworkshop zur planerischen Steuerung Erneuerbarer Energien durchgeführt. Experten aus den Bereichen der Regional- und Landschaftsplanung tauschten sich auf dieser Veranstaltung über Möglichkeiten und Grenzen aus, wie eine planerische Steuerung des weiteren Ausbaus der Erneuerbaren Energien unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Aspekte zu gestalten ist. Im Fokus der Veranstaltung waren die Energiesparten Bioenergienutzung, Windenergienutzung an Land und Nutzung solarer Energie in Photovoltaikfreiflächenanlagen. Darüber hinaus wurden spartenübergreifende Energiekonzepte thematisiert.

Die Dokumentation der Veranstaltung liegt zum download bereit:

Dokumentation Workshop "Planerische Steuerung der Nutzung Erneuerbarer Energien - Möglichkeiten und Grenzen"