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Teilaspekt: Errichtung der Anlage   >> Konfliktauswahl: Beeinträchtigung des Hörvermögens von Schweinswalen durch Lärmimmissionen des Anlagenbaus

Konflikt: Beeinträchtigung des Hörvermögens von Schweinswalen durch Lärmimmissionen des Anlagenbaus

Konfliktbeschreibung:
Nutzungsaktivität (Konfliktursache):

Schallintensive Rammarbeiten der Piles

Ziele bzw. Maßstäbe:
  • Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (SRÜ)
  • OSPAR
  • ASCOBANS
  • FFH-Richtlinie, Anhang II Phocoena phocoena
  • BNatSchG § 1
  • BNatSchG § 44 Besonderer Artenschutz
  • BNatSchG § 56
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Wirksystem:

Durch die schallintensiven Rammarbeiten beim Bau der Fundamente werden Schallpegel erreicht, welche Grenzwerte einer temporären Hörschwellenverschiebung übersteigen. Dadurch kann es zur temporären Beeinträchtigung des Hörvermögens von Schweinswalen kommen.

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Betroffenes Schutzgut:
  • Schweinswal
Einflussfaktoren Nutzungsseitig:
  • Anzahl der Anlagen
  • Art der Gründung
  • Schallpegel
  • Rammenergie
  • standortspezifisches Ausbreitungsvermögen der Schallemission

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Einflussfaktoren Schutzgutseitig:
  • Geräusch- und Störungsempfindlichkeit der Schweinswale
  • Bedeutung des Gebietes als Lebensraum für Schweinswale
  • Individuendichte

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Anforderungen, Standards zur Konfliktminderung:
  • Untersuchungsstandards und Monitoring der Auswirkungen des Unterwasserschalls durch die Baumaßnahmen (StUK 3)zum Standard
  • Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung der Auswirkungen von Lärm während der Bauphase nach dem Stand der Technik (wissenschaftliche und politische Forderung, umgesetzt als Auflage in Genehmigungsbescheiden des BSH)zum Standard
  • In Entfernung von 750 m zur Schallquelle darf ein Einzelereignisschalldruckpegel (SEL) von 160 dB re 1µPa und ein Spitzenschalldruckpegel (SPL) von 190 dB re 1 μPa nicht überschritten werden (wissenschaftliche Empfehlung einer Behörde, umgesetzt in Nebenbestimmungen der Genehmigungen des BSH)zum Standard
  • Erforschung von Auswirkungen, Effektmonitoring (wissenschaftliche und politische Forderung, Umsetzung in StUK 3)zum Standard
  • Forderung nach einem strategischen regionalen Ansatz der Behörden im Rahmen einer längerfristigen räumlichen Planung unter Berücksichtigung kumulativer Effekte auf die marine Umwelt (politische Forderung)zum Standard