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Konflikt: Barrierewirkung des Windparks auf den Vogelzug

Konfliktbeschreibung:
Nutzungsaktivität (Konfliktursache):

Anlagenbetrieb des Windparks

Die Wind­energieanlagen sind ein vertikales Element im Luftraum über der Meeresoberfläche und können daher eine Barriere darstellen.

Ziele bzw. Maßstäbe:
  • Bonner Konvention
  • African-Eurasian-Waterbird-Agreement (AEWA)
  • Vogelschutz-Richtlinie
  • BNatSchG § 1
  • BNatSchG § 44 besonderer Artenschutz
  • BNatSchG § 56
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Wirksystem:

Der Offshore-Windpark befindet sich im Verlauf der Zugroute von ziehenden Vögeln. Als Hindernis im Luftraum verursacht er einen Barriereeffekt bei den Zugvögeln. Sie weichen aus und umfliegen die Fläche des Windparks. Dabei müssen sie möglicherweise zusätzliche Energie aufwenden, was zu vermehrten Erschöpfungszuständen führen kann.

Betroffenes Schutzgut:
  • Vogelzug
Einflussfaktoren Nutzungsseitig:
  • Fläche des Windparks
  • Ausdehnung des Windparks quer zur Zugrichtung
  • Dichte der Windenergieanlagen innerhalb des Windparks
  • Höhe der Windenergieanlagen
  • Befeuerung der Anlagen
  • Anordnung der Anlagen

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Einflussfaktoren Schutzgutseitig:
  • Anzahl / Dichte der über dem betroffenen Gebiet ziehenden Individuen
  • Zughöhe der Arten
  • Störempfindlichkeit der ziehenden Arten gegenüber Anlage und Betrieb von Offshore-Windenergieanlagen
  • Größe der Energiereserven der Vögel

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Anforderungen, Standards zur Konfliktminderung:
  • Untersuchungsstandards, Effektmonitoring; Umfangreiche Untersuchungen zum Kollisionsrisiko, Barriereeffekt von Vögeln (StUK 3)zum Standard
  • Keine Errichtung von Offshore-Windparks in den Hauptkorridoren des Vogelzugs (wissenschaftliche und politische Forderung)zum Standard